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Die Pflegezusatzversicherung für Kinder – darum ist sie so wichtig

Die Geburt eines Kindes stellt für jede Familie ein ganz besonderes Ereignis dar. Erfreulicherweise sind die Gegebenheiten in den meisten Fällen rein positiver Natur. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es auch bei Neugeborenen zu Behinderungen kommen kann. Im Jahr 2016 lebten in Deutschland 7,6 Millionen behinderte Menschen. Vier Prozent davon, 304.000, leben seit ihrer Geburt oder seit dem ersten Lebensjahr mit einer Behinderung. Eine Behinderung bedeutet häufig auch, dass das Kind einer andauernden Pflege bedarf.
Insgesamt 80.539 Personen im Alter unter 15 Jahren waren laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2015 pflegebedürftig. Vor dem Hintergrund, dass Schicksalsschläge nicht angekündigt auftreten, ist es für Eltern durchaus sinnvoll, sich mit dem Thema Pflegezusatzversicherung für Kinder auseinanderzusetzen.

Kundenzufriedenheit

Die Nachversicherungsgarantie – was ist das?

Kinder sind höheren gesundheitlichen Risiken als Erwachsene ausgesetzt. Der Entdeckungs- und Tatendrang führt bei Eltern immer wieder zum Anhalten der Luft, in den meisten Fällen gehen die riskanten Aktivitäten aber gut aus. Werdende Mütter sind in Deutschland immer älter. Die Zahl der Risikoschwangerschaften nimmt im Alter jedoch zu. Es macht also durchaus Sinn, noch vor der Entbindung über eine Pflegezusatzversicherung für den Nachwuchs nachzudenken.
Dabei schlägt das Versicherungsvertragsgesetz im Paragraf 198 den werdenden Eltern eine nicht zu verachtende Brücke. Eltern mit einer bestehenden Pflegeversicherung haben das Recht, ihr Kind innerhalb von zwei Monaten nach Entbindung ohne Gesundheitsprüfung im Vertrag der Eltern gleichwertig mitzuversichern. Der elterliche Vertrag, Mutter oder Vater, muss in der Regel mindestens drei Monate vor der Entbindung bestanden haben. Eine Mutter, die erfährt, dass sie im zweiten Monat schwanger ist, kann also mit dem rechtzeitigen Abschluss einer eigenen Pflegeversicherung für ihr Kind indirekt mit vorsorgen.
Der Versicherungsschutz für das Kind besteht auf jeden Fall, auch wenn es bereits schwer erkrankt auf die Welt kommt.

Wie finde ich den richtigen Versicherungsschutz?

Vor dem Hintergrund, dass niemand weiß, was passieren kann, liegt der Schluss nach einer möglichst hohen Absicherung nahe. Daraus folgt, dass ein Elternteil ein möglichst hohes Pflegetagegeld abschließen sollte. Daran ist der Antragsteller aber nicht für den Rest seines Lebens gebunden. Die Vertragslaufzeit beträgt zwei Jahre. Danach ist eine Absenkung der Absicherung wieder möglich. Es darf halt nicht vergessen werden, dass das Kind im schlimmsten Fall für den Rest seines Lebens auf die Leistung aus der Kinderpflegetagegeldversicherung angewiesen ist.
Für die Ermittlung des Pflegegrades bei Kindern gelten etwas andere Voraussetzungen als bei Erwachsenen. Je kleiner ein Kind ist, um so größer ist der „natürliche Pflegeaufwand“. Kriterien bei Erwachsenen sind beispielsweise die Fähigkeit der Körperpflege, des alleinigen Anziehens oder Essens. Um den Pflegebedarf eines Kindes zu ermitteln, muss der untersuchende Arzt vom gesamten Pflegeaufwand den „natürlichen Pflegeaufwand“ abziehen.

Das Bundessozialgericht hat festgelegt, welcher Zeitaufwand für die „natürliche Pflege“ in Abhängigkeit zum Alter greift:

Muss ein vier bis fünf Jahre altes Kind am Tag 200 Minuten gepflegt werden, beträgt die Zeit für die Einstufung des Pflegegrades 130 Minuten.