Beratungshotline: 040 / 2110766-0
von 8:00 bis 19:00 Uhr

Die Pflege Versorgungslücke – wieviel Zusatzschutz wird benötigt?

Am deutlichsten wird die Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung bei stationärer Pflege bei Pflegegrad 5. Die Schere zwischen den Leistungen der Krankenkassen und den Kosten für eine Heimunterbringung geht je nach Region und Betreiber mehr oder weniger deutlich auseinander. Für eine stationäre Pflege bei der Caritas in Frankfurt am Main betrug im Jahr 2016 der Eigenanteil 3.115,97 Euro. In einem Pflegeheim der Caritas in Frankfurt an der Oder mussten die Betroffenen dagegen nur 1.443,90 Euro aufwenden.
Angehörige, die ihr Familienmitglied zu Hause pflegen, bezahlen, sofern die Gelder vorhanden sind, 24-Stunden-Kräfte. Bei Pflegegrad 5 erhalten sie als Leistung 901 Euro. Die tatsächlichen Kosten belaufen sich in der Regel jedoch auf 2.000 Euro im Monat und mehr.

Kundenzufriedenheit

Die Bedarfsermittlung

Wie hoch der tatsächliche Bedarf an der späteren Höhe des Pflegetagegeldes tatsächlich ist, lässt sich in jungen Jahren nur schwer abschätzen. Es wäre allerdings fatal, darauf zu setzen, dass die Altersrente ausreichend ist, um für die Kosten aufzukommen. Immerhin sollte ein möglicher Ehepartner noch ausreichend von der Rente übrig haben, um nicht unter die Armutsgrenze zu rutschen. Die öffentliche Hand greift erst, wenn das eigene Vermögen zum größten Teil aufgezehrt wurde und auch die Kinder entsprechend den gesetzlichen Regelungen ihren Teil geleistet haben.

Regionale Unterschiede beim Pflegebedarf

Wer sein Leben in Frankfurt am Main verbracht hat, möchte kaum aus Kostengründen nach Frankfurt an der Oder umsiedeln, weil dort die Kosten für ein Pflegeheim günstiger sind. Ein Anhaltspunkt für die Bedarfsermittlung kann der Rentenbescheid sein. Wer ungefähr abschätzen kann, wie viel Geld er zum Leben benötigt, sieht, ob bei Rentenbezug noch ein Polster für eventuelle Pflegeaufwendungen vorhanden ist. Allerdings darf dabei nicht vergessen gehen, dass die Preissteigerung auch am Pflegesektor nicht vorbei geht, im Gegenteil, die Kosten werden steigen.

Mit ein wenig Recherche lässt sich feststellen, wie hoch die Kosten für eine stationäre Unterbringung in der jeweiligen Region ausfallen. Gleiches gilt für die Aufwendungen, welche eine Betreuung durch eine externe Kraft in den eigenen vier Wänden erfordert.
Die Bedarfsermittlung sollte aber nicht nur auf den schlimmsten Fall, Pflegegrad 5, abgestellt werden. Bereits der Pflegegrad 1 kann mit Mehraufwendungen einhergehen, für die eine Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht mehr ausreicht. Dabei spielen zusätzliche Kosten für die Haushaltsführung, eine Haushaltshilfe oder der Luxus, sich Getränke bis in die Wohnung liefern zu lassen, eine wesentliche Rolle. Unstrittig ist jedoch, je höher der Pflegegrad ausfällt, um so größer wird die Lücke zwischen tatsächlichem finanziellen Bedarf und den Erstattungen der gesetzlichen Pflegeversicherung.