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Warum die Dynamik in der Pflegeversicherung so wichtig ist

Versicherer bieten ihre Verträge gerne mit einer Dynamik an. Das bringt regelmäßig einen Mehrbeitrag ohne Arbeitsaufwand. Es ist allerdings fraglich, ob jede Police auch wirklich eine Dynamik benötigt. Es ist kaum anzunehmen, dass der Hausrat jedes Jahr um fünf Prozent im Wert steigt, zumal übe die Quadratmeterklausel eine Unterversicherung sowieso ausgeschlossen ist.
Es gibt allerdings auch Verträge, bei denen eine Dynamisierung absolut sinnvoll ist. Dazu zählen die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Pflegezusatzversicherung.

Kundenzufriedenheit

Steigende Gesundheitskosten belasten die Pflegeabsicherung

Über die Krankenversicherung, unabhängig, ob privat oder gesetzlich, spüren die Verbraucher immer wieder, dass die steigenden Kosten im Gesundheitswesen Auswirkungen zeigen. Entweder steigen die Beiträge, oder es kommt zu Leistungskürzungen. In der Pflegeversicherung kann dies gravierende Folgen haben. Der Pflegling erhält jeden Monat ein Pflegetagegeld X, von den Kosten ausgehend, die zum Zeitpunkt des Vertrages für eine Abdeckung des entsprechenden Pflegegrades notwendig waren.
Die gesetzliche Pflegeversicherung passt zwar die Erstattungshöhe immer wieder an. Bleibt die private Pflegeversicherung aber statisch, geht die Schere zwischen Versicherungsleistung und Bedarf immer weiter auseinander. Wer im Jahr 2018 im Alter von 40 Jahren einen Bedarf von beispielsweise 70 Euro am Tag ermittelt hat, kann davon ausgehen, dass dieser Betrag im Jahr 2048 vorne und hinten nicht mehr reicht, um die Lücke zwischen Aufwand und Erstattung der gesetzlichen Pflegeversicherung zu schließen.

Beitragsdynamik und Leistungsdynamik berücksichtigen

Die Dynamik in der Pflegeversicherung kann der Versicherungsnehmer sowohl für den Beitrag als auch für die Zeit ab Bezug des Pflegetagegeldes vereinbaren.
Mit der Beitragsdynamik stellt er sicher, dass im Fall des Eintritts des Pflegetagegeldbezuges der Sockelbetrag dann auch tatsächlich die Lücke schließen wird. Mit der Leistungsdynamik stellt er sicher, dass auch bei laufendem Bezug des Pflegetagegeldes die Versicherung auch weiterhin die Lücke schließt.
Im Gegensatz zur oben erwähnten Hausratversicherung, die eine jährliche Erhöhung der Versicherungssumme vorsieht, wird die Leistung aus dem Pflegetagegeld in der Regel alle zwei oder drei Jahre angepasst. Diese Lösung der Leistungsdynamik gewinnt vor allem dann an Gewicht, wenn der Vertrag eine Beitragsfreistellung bei Bezug des Pflegetagegeldes vorsieht. Bei vielen Gesellschaften ist die Beitragsfreistellung bereits am dem Pflegegrad II möglich.
Es ist einleuchtend, dass bei einer Pflegedauer von 15 Jahren das statische Pflegetagegeld nicht mehr die Kosten deckt, für die es zu Beginn der Pflegenotwendigkeit noch ausreichend war. Wer im Rahmen seiner Pflegeversicherung auf der sicheren Seite sein möchte, baut folglich eine Dynamik mit ein. Die Wahrscheinlichkeit, früher oder später auf externe Unterstützung angewiesen zu sein, steigt in Deutschland für den Einzelnen von Jahr zu Jahr. Die Zahl der 2,86 Millionen Pflegebedürftigen in im Jahr 2015 in Deutschland steigt bis zum Jahr 2030 auf rund 3,5 Millionen Menschen an.