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Archiv für Oktober 2009

Die Pflegeversicherung, die der Staat für alle Bürger vorsieht, bietet nicht mehr als eine Grundabsicherung. Wer darüber hinaus Leistungen in Anspruch nehmen will, sollte eine Zusatzversicherung Pflege abschließen. Ansonsten sind die Versorgungslücken im wirklichen Ernstfall enorm.

Müssen beispielsweise Angehörige ihre Vollzeitstelle aufgeben und können nur noch in Teilzeit arbeiten oder überhaupt nicht mehr, bedeutet dieser Umstand für die Betroffenen einen erheblichen Verlust, nicht nur finanzieller Art. Doch genau das droht zu passieren, ohne eine private Pflegeversicherung.

Durch den demographischen Wandel wird die Situation in der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht besser. Da die Menschen glücklicherweise immer älter werden, nehmen auch die Pflegefälle immer mehr zu. Deshalb muss privat vorgesorgt werden.

vergleich starten Stiftung Warentest: Pflegeversicherung Vergleich lohnt

Eine gute Pflegeversicherung für Menschen, die beim Abschluss in den mittleren Lebensjahren sind, ist die DKV, die HanseMerkus und die SDK, deren Beiträge um die 40 Euro pro Monat betragen.

Insbesondere die DKV Pflegeversicherung ist zu empfehlen. Diese hat laut Stiftung Warentest das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und ging daher in der umfassenden Untersuchung als Testsieger hervor.  Von insgesamt 26 untersuchten Pflegeversicherungen erhielt die DKV die Gesamtnote 1,6 (Ausgabe 01/2009).

Für die Pflegestufe 1 übernimmt die DKV 25 % der Kosten, wenn die Pflege nur vorübergehend und zu Hause statt findet bzw. nur teilweise stationär. Bei Pflegestufe 2 die hälfte der Kosten und Pflegestufe 3 drei Viertel der anfallenden Kosten.  Im Falle einer stationären Pflege werden die Gesamtkosten übernommen.

Die HanseMerkur übernimmt zwar bei der nichtstationären Pflege einen höheren Anteil der Kosten, doch dafür kostet der Tarif auch rund fünf Euro mehr im Monat, also ganze 60 Euro im Jahr. Außerdem liegt das Höchsteintrittsalter bei der HanseMerkur bei 70 Jahren, während die DKV auf ein Höchsteintrittsalter verzichtet.

Auch wenn die Tarife bei den Pflegeversicherungen zumindest auf den ersten Blick sehr ähnlich erscheinen, sollte vor dem Vertragsabschluss ein Versicherung Vergleich durchgeführt werden. Das zeigt die Studie von Stiftung Warentest, die z. B. durchaus namhafte Versicherungsunternehmen wie die Hallesche, die Gothaer oder die R+V nur mit einem “ausreichend” bewerten. Dabei liegen auch die Beitragssätze stark auseinander und können je nach Lebensalter bei Abschluss durchaus ganze 30 Euro im Monat betragen.

Mit der neuen Bundesregierung aus Union und FDP kommen auch einige Änderungen in der Gesundheitspolitik. Diese betreffen auch die gesetzliche Pflegeversicherung. So will die Union die Definition der “Pflegebedürftigkeit” in Zukunft differenzierter ausgestalten und formulieren. Auch die FDP sieht Änderungsbedarf und setzt sich für eine Abkoppelung der Pflegeversicherung vom demographischen Faktor ein und möchte stufenweise ein prämienfinanziertes und kapitalgedecktes Pflegeversicherungssystem einführen. Die Eigenverantwortung soll gestärkt werden und die Versicherten sollen durch Entlastungen einen größeren Spielraum für den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung haben.

Im Wahlprogramm der FDP, dem “Deutschlandprogramm”, setzen sich die Freien Demokraten für eine Vereinfachung der Regelungen der Pflegeversicherung ein. Diese solle für die finanzielle Grundausstattung Sorge tragen, jedoch nicht bis ins kleinste Detail jeder Aspekt der Behandlung, die am Pflegebedürftigen vorgenommen wird, fest schreiben. Auf diesen Wege sollen die Pflegebedürftigen die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wie ihre Pflege gestaltet wird und eigene Bedürfnisse und Vorstellungen mit ein bringen. Die Auswahl und Zusammensetzung von Pflegeleistungen sollen den Betroffenen überlassen werden, sofern diese dazu in der Lage sind. Außerdem soll die Gewährung der Leistung, wenn möglich als Geldleistung erfolgen, um den Anbietern von Pflegeleistung dazu zu bewegen, sich nah am Kunden zu orientieren.

Die FDP setzt sich für eine private Vorsorge durch eine Pflegezusatzversicherungein, weil eingestanden werden muss, dass es häufig nicht reicht, nur auf die gesetzliche Pflegeversicherung zu vertrauen. Dafür verspricht die Partei den Abschluss von eine Pflegezusatzversicherung steuerlich fördern zu wollen. Außerdem will man nicht zulassen, dass auf Altersrückstellungen der privaten Pflegezusatzversicherung zurück gegriffen werden kann, um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung zu finanzieren.

Auch die Union setzt sich dafür ein, dass die Pflegebedürftigen selbst mehr eigene Entscheidungen treffen dürfen und damit die Pflegegerechtigkeit erhöht wird. Die Union will auch Kooperationen von Betrieben mit Pflegeeinrichtungen fördern, um Beruf und Pflege besser vereinbaren zu können.